NSN macht bei Erweiterung gezielt Falschangaben

Der Bürgerinitiative "Steinbruch Erweiterung Enzberg? Nein Danke!" wurde von einem betroffenen Bürger beiliegendes Protokoll einer Sitzung am 09.06.1999 bezüglich der letzten Erweiterung im Jahre 1999/2000 übergeben.
Der Steinbruchbetreiber hatte seinerzeit die Aussage getroffen, dass die damals bestehenden Flächen noch für 4 Jahre (also bis Juni 2003) ausreichen würden. Die seinerzeit zur Diskussion stehende und zwischenzeitlich umgesetzte Erweiterung würde dann mit Auffüllung für 100 Jahre ausreichen....
Nun, kaum sind seit Juni 2003 nun doch schon 10 Jahre vergangen ist die Fläche zu ca. 65% abgebaut und es steht die nächste Erweiterung ins Haus...
Ebenfalls wurde bei dieser Sitzung ausgesagt, dass man von einem jährlichen Fördervolumen von ca. 300.000 to ausgeht. Betrachtet man die Fläche der letzten Erweiterung 1999/2000 von ca. 11 ha und die im geologischen Gutachten hierzu genannte Mächtigkeit von 70 - 80 m, ergibt sich ein Abbauvolumen von 7,7 Mio - 8,8 Mio cbm. Dies entspricht ca. 20,8 bis 23,8 Mio to.
Von diesem Vorrat sind bereits ca. 65% in 10 Jahren abgebaut worden, somit ergibt sich eine jährliche Fördermenge von 1,35 Mio - 1,55 Mio to, also zwischen dem vier- und fünffachen dessen, was im Jahre 1999 "geplant" wurde. Und dies als Durchschnitt, unabhängig von "Nachfrageschwankungen", die so gerne vom Betreiber in den Vordergrund gestellt werden.
Man darf sich nun fragen, welche Zahlenbasis für die Bewertung von Verkehrsbelastung und Sprengfrequenz denn zugrunde gelegt wurde, als die letzte Genehmigung erfolgte. Die Behörden verlassen sich hier gerne auf Auskünfte vom Betreiber und Gutachten von "unabhängigen" Sachverständigen im Auftrag des Betreibers. Da darf man ja schon mal um den Faktor 4 oder 5 daneben liegen....


protokoll-hartfeldschule-1999.pdf [140 KB]