Artikel PZ 02-05-2013

(c.) FotoBischoff-Krappel (PZ).

Artikel Pforzheimer Zeitung vom 02.05.2013

"Kampagne gegen Steinbrucherweiterung in Bewegung

Mit ihrem Infostand zu den Auswirkungen einer möglichen Steinbrucherweiterung in Enzberg stießen die Vertreter der Bürgerinitiative „Steinbrucherweiterung Enzberg? Nein Danke!“ auf großes Interesse bei der Bevölkerung.


Mühlacker-Enzberg.Bemalt in leuchtendem Pink ragen die Markierungspfähle aus den idyllischen Streuobstwiesen westlich des Sengachs in die Höhe. Für die Mitglieder der Bürgerinitiative „Steinbrucherweiterung Enzberg? Nein Danke!“ gewinnt ihr Anliegen damit neue Aktualität. Sollen hier etwa schon Tatsachen zur möglichen Steinbrucherweiterung geschaffen werden, für die derzeit das Genehmigungsverfahren läuft?
Anzeige
„Die Pfähle stehen hier erst seit wenigen Tagen“, weiß Frank Ziegler von der Bürgerinitiative zu berichten. Die Vereinigung engagierter Bürger, der derzeit rund 90 Mitglieder angehören, hatte am ersten Mai die Bevölkerung zu einem Infostand am Ende des geplanten Abbaugebietes zwischen Enzberg und Ötisheim eingeladen. „Mit dieser Aktion wollen wir den Besuchern optisch veranschaulichen, wie weit sich das erweiterte Abbaugebiet dem Sengach nähern würde“, erläutert Ziegler. Natürlich hoffe man auch auf weitere Unterschriften auf der Liste der Erweiterungsgegner. Laut Dieter Kooß, Sprecher der Bürgerinitiative, haben bereits weit über 900 Bürger unterschrieben. Noch in dieser Woche wird ein Gespräch mit Vertretern der Senderstädter CDU-Fraktion stattfinden, bei dem die Bürgerinitiative die Situation vor Ort verdeutlichen möchte. Dabei soll auch die Bedeutung der Markierungspfähle hinterfragt werden. Mitte Mai soll es dann zu einem zweiten Treffen mit Vertretern des Regionalverbandes, des Landratsamtes, Stadträten, der Natursteinwerke Nordschwarzwald und Vertretern der Bürgerinitiative kommen, in dem die Möglichkeiten alternativer Standorte erörtert werden sollen."
Autor: Britta Bischoff-Krappel