Das bedrohte Naherholungsgebiet Enzberg-Sengach

Die besonders bedrohten Streuobstwiesen auf dem Sengach bilden einen wertvollen Teil unserer alten Kulturlandschaft. Sie sind wichtige Lebensräume für bedrohte, streng geschütze, sowie heimische Tierarten wie Steinkauz, Fledermäuse, Grünspecht, Siebenschläfer, Rotmilan, Wildbienen, Haselmaus, Hirschkäfer, Grünspecht, Grünfink, Rotkehlchen, Blaumeise, Elster, Mäusebussard, Feuersalamander, Blindschleiche, Weinbergschnecke, Feldspitzmaus, Igel, bedrohte Schmetterlingsarten und Eichhörnchen.

Unseren Kindern, Enkelkindern und folgenden Generationen würde ein wichtiger "Erlebensraum" vor der Haustüre genommen, in dem sie sich austoben, sich bewegen, frische Luft schnuppern und die Natur hautnah erleben können. Der abendliche erholsame Spaziergang über den Sengach, das Schlendern, Walken oder Joggen über die Feldwege und Wiesen ist ein wichtiger Bestandteil unserer Lebensqualität, die wir uns alle erarbeitet und verdient haben - und bewahren wollen.

Die Flächen sind insgesamt reich an Pflanzenarten, wie etwa die Wildorchidee oder alte Baumbestände mit lokalen Obstsorten.

Streuobstwiesen dienen darüber hinaus als Bienenweiden und haben eine wichtige Funktion bei der Biotopverbindung, der Ortsabrundung und für das Lokalklima.
Im Frühjahr bieten die Streuobstwiesen ein prächtiges Blütenmeer, im Sommer ein beliebtes Plätzchen zum Erholen und im Herbst liefern sie Obst für leckere Brotaufstriche und Säfte.

Auch dem Herrenbrunnen oberhalb des Naturfreundehauses Enzberg und mit ihm den letzten Feuersalamandern würde das Aus drohen bei einer weiteren Absenkung des Grundwasserspiegels durch eine Steinbrucherweiterung.