Das gibt es sonst nirgendwo in Deutschland: Ein Steinbruch soll gegen den Willen von mittlerweile über 1.000 Anwohnern und Bürgern in Richtung von zwei Wohngebieten erweitert werden, obwohl jetzt schon die "Schmerzgrenze" durch Sprengungen, Lärm und Staubbelastung erreicht ist und katastrophale Folgeschäden vorprogrammiert sind!
Man hat durch die Sprengungen hier heute bereits das Gefühl, in einem Erdbebengebiet zu wohnen - auch in über 800 Meter Entfernung vom Steinbruch Enzberg.

Darum sind wir gegen die Steinbrucherweiterung...

 

rote Fläche: jetziger Steinbruch. gelbe Fläche: zunächst geplante Erweiterung. dunkelblaue Fläche: drohende zukünftige Erweiterung bis 300m an das Wohngebiet Enzberg-Sengach

Die Natursteinwerke Nordschwarzwald (NSN) planen eine weitere, noch größere Erweiterung von 15 Hektar (lilafarbene Kartenbereich 7018.1-S) des Steinbruchs Enzberg an der Landesstraße nach Ötisheim. Der Steinbruch soll sich letzendlich bis auf 300 Meter den Wohnhäusern am Ortsrand Enzberg und Sengach nähern ! Wie man gut auf der unteren Karte erkennen kann, wäre somit fast die Hälfte des Sengachs zerstört.

Die damit verbundenen zunehmenden Erschütterungen und Gefahren durch Sprengungen, die noch höhere gesundheitsschädliche Feinstaubbelastung und die drohende katastrophale Verkehrslage durch LKWs wären unzumutbar.

„Seit 1970, als die Räte der damals noch selbstständigen Gemeinde mit rechtskräftigem Beschluss eine Ausdehnung des Steinbruches abgelehnt hatten, mussten wir wiederholt erfahren, wie wenig verlässlich behördliche Zusicherungen sein können“

Es wurde uns Bürgern nach der letzten Erweiterung versprochen, dass nun endlich Schluss damit sei, was wiederum vom Regionalverband einfach missachtet und abgestritten wurde.

Zitat von Herrn Bächle (Mitglied im Gemeinderat): "Vor Jahren sollte – so eine Zusage der Stadt Mühlacker an die Enzberger - am Feldweg 54 Schluss sein, doch bei der Aufstellung des Teilregionalplanes Rohstoffsicherung, verbindlich geworden im Mai 2000, nahm darauf der Regionalverband keine Rücksicht, sondern sicherte eine zehn Hektar große Erweiterungsfläche über den Feldweg 54, der einfach nach Osten verlegt wurde. Den eigentlichen Weg frei machten die Grundstückseigentümer, die relativ schnell an den Steinbruchbetreiber verkauften. 2002 hatte der Gemeinderat von Mühlacker zugestimmt. Wohlgemerkt: Das war die Erweiterung, die bis dato noch nicht voll ausgeschöpft ist.

Doch das Land will mehr: Den Steinbruch-Betreibern solle über diese Erweiterungsflächen hinaus zusätzliche Flächen gesichert werden ("Sicherungsgebiete"), auf denen nach der Ausweisung keine andere Nutzung erlaubt ist. Und da wäre der Standort Enzberg wieder dabei: Die Abbaufläche könnte um 15,1 Hektar weiter nach Osten vorgetrieben werden, wenn diese Planung rechtskräftig wird. Allerdings darf dieses Areal erst dann genutzt werden, wenn die Erweiterungsgebiete voll abgebaut sind. Der Teilregionalplan von 2000 war auf 15 Jahre ausgelegt, die Sicherungsgebiete sollen den Abbaubedarf von weiteren 15 Jahren erfüllen. Also: eine Flächensicherung von 30 Jahren. Dabei gilt der Grundsatz: Vorrang hat die Erweiterung bestehender Steinbrüche und nicht die Erschließung neuer."